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Die jüngsten internationalen steuerpolitischen Entwicklungen haben die Dringlichkeit der Schweizer Steuerreform deutlich aufgezeigt. SwissHoldings unterstützt das zügige Vorgehen des Bundesrats. Seine heute verabschiedete Botschaft zur Steuervorlage 17 bietet eine Grundlage dafür, dass das Parlament sich bis im Herbst 2018 auf eine mehrheitsfähige Reform einigen kann.

Der Druck auf die Schweiz, ihre Steuerprivilegien für international tätige Unternehmen abzuschaffen, hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt. Einerseits dürfte die US-Steuerreform dazu führen, dass Unternehmen wieder mehr in den USA investieren und produzieren. Dies wird auch die Schweiz treffen, ist sie doch bisher einer der bevorzugten Investitionsstandorte amerikanischer Unternehmen. Andererseits hat die EU die Schweiz wegen ihrer Steuerregime auf die «graue Liste» von Steueroasen gesetzt und ihr bis Ende 2018 Zeit gegeben, die «beanstandeten Punkte» zu korrigieren.

Diese Entwicklungen zeigen die Dringlichkeit und Wichtigkeit der Steuervorlage (SV) 17. Das Parlament muss die Reform zügig verabschieden, damit die Steuerregime umgehend abgeschafft werden können. Misslingt die Reform, dürften die EU und zahlreiche weitere Staaten die Schweiz auf «schwarze Listen» setzen. Damit drohen den Schweizer Unternehmen schmerzhaften Sanktionen mit nicht absehbaren Schäden für Wirtschaftsstandort, Arbeitsplätze und Fiskus.

 

«Ja» der Unternehmen trotz höherer Steuerbelastung

Der Bundesrat präsentiert dem Parlament nun eine Vorlage, auf deren Grundlage es möglich sein muss, bis zur Herbstsession einen politischen Kompromiss für eine erfolgversprechende Zukunft der Schweiz zu finden. Bei gewissen Vorschlägen der Botschaft hat SwissHoldings Zweifel an ihrer Mehrheitsfähigkeit und wird sich deshalb für ein politisch noch breiter abgestütztes Paket einsetzen. Die Zweifel betreffen hauptsächlich die Dividendenbesteuerung auf kantonaler Ebene und das vorgesehene «Zückerchen» für Familien (Erhöhung der Familienzulage).

Die in der Botschaft enthaltenen Berechnungen zeigen, dass sich die Reform auf längere Sicht auszahlt, auch wenn sie kurzfristig kostet. Auch wird die SV17 – trotz der von wichtigen Kantonen geplanten Gewinnsteuersenkungen – für sämtliche SwissHoldings-Mitgliedfirmen, die heute Gewinnsteuern in Milliardenhöhe leisten und 70 Prozent der Börsenkapitalisierung an der SIX ausmachen, zu höheren, teilweise markant höheren Steuerbelastungen führen. Weil sie Rechts- und Planungssicherheit brauchen, sind die Unternehmen bereit, ihren Beitrag zum Gelingen dieser für den Standort Schweiz zentralen Reform beizutragen und massvolle Steuererhöhungen hinzunehmen.

 

Für Auskünfte:

Gabriel Rumo
Direktor
079 712 20 20

 

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