Mit der Verrechnungssteuerreform will der Bundesrat den Fremdkapitalmarkt Schweiz stärken und Schweizer Konzerne (sowie ausländische Konzerne mit wichtigen Aktivitäten in der Schweiz) veranlassen, ihre Obligationen möglichst hier zu emittieren. Ausserdem soll die Verrechnungssteuerreform die Konzerne dazu veranlassen, ihre ausländischen Finanzierungsstrukturen weitestgehend abzubauen und die entsprechenden Tätigkeiten neu in der Schweiz auszuüben. Gemäss dem Finanzdepartement weist die Verrechnungssteuerreform ein «äusserst vorteilhaftes Kosten-Nutzen-Verhältnis» auf. Vorsichtshalber beziffert das Finanzdepartement die Kosten der Reform dennoch auf 200 Mio. Franken.Vom Bund in Auftrag gegebene Studien versprechen nicht nur Vorteile für den Wirtschaftsstandort, sondern auch substanzielle Mehreinnahmen für den Schweizer Fiskus.

Die Verrechnungssteuerreform beschränkt sich auf den Bereich der Fremdkapitalzinsen. Die Verrechnungssteuer auf Dividenden (Eigenkapital), welche zu mehr als 98 Prozent für die mittlerweile fast zehn Milliarden Franken betragenden Verrechnungssteuereinnahmen (2019 ohne Rückstellung) verantwortlich ist, bleibt von der Reform unberührt.

Links & Downloads:

  • Faktenblatt Verrechnungssteuerreform, Stand 14. September 2021 [pdf]
  • Two pager “Das wichtigste zur VST-Reform”, Stand 15. April 2021 [pdf]
  • Durchbruch bei der Verrechnungssteuer. NZZ-Beitrag vom 20. August 2021 [Link]
  • Mitgliederbefragung zur Verrechnungssteuerreform vom 10. Mai 2021 [Link]

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