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An der diesjährigen Generalversammlung von SwissHoldings stand die Frage im Zentrum, wie sich die Schweiz und ihre international tätigen Unternehmen in einer zunehmend von geopolitischen Spannungen geprägten Welt behaupten können. Unter dem Titel «Aufstieg der Machtpolitik – Chancen für die Schweiz in der neuen Weltordnung» diskutierten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über die veränderten globalen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Schweiz. Als Fazit der Diskussionen lässt sich festhalten: Die Schweiz braucht eine klare wirtschaftspolitische Vision. Eine solche entfaltet nur dann Wirkung, wenn sie entschlossen umgesetzt wird. 

Die geopolitischen Spannungen, ein zunehmender Protektionismus und ein fortschreitender Bedeutungsverlust des Multilateralismus verändern die globalen Rahmenbedingungen grundlegend. Der Glaube an eine stabile, regelbasierte internationale Ordnung ist einer Phase zunehmender Machtpolitik gewichen. Für die Schweiz als offene Volkswirtschaft entstehen daraus neue Herausforderungen. Wir sollten diese aber als Chance nutzen: «Um langfristig erfolgreich zu bleiben, muss sich die Schweiz auf ihre Stärken besinnen, eine klare wirtschaftspolitische Vision entwickeln und diese konsequent umsetzen», fordert SwissHoldings-Präsident Andreas Bohrer. 

Präsidialrede: Andreas Bohrer – Präsident SwissHoldings und Mitglied Konzernleitung Lonza Group

Im Anschluss an die präsidiale Begrüssungsrede ordnete Bundesrat Ignazio Cassis die aktuellen geopolitischen Entwicklungen aus Sicht der Landesregierung ein und zeigte auf, wie sich die Schweiz in einem zunehmend machtpolitisch geprägten Umfeld ausrichten kann. Eine analytische Einordnung der globalen Veränderungen lieferte Staatswissenschaftler Christoph Frei. Er beleuchtete insbesondere die strukturellen Verschiebungen in der internationalen Ordnung und deren Bedeutung für offene Volkswirtschaften wie die Schweiz. 

Inputrefarat: Bundesrat Ignazio Cassis

Standort Schweiz im globalen Wettbewerb unter Zugzwang 

Unter der Moderation von Urs Gredig diskutierten in der anschliessenden Podiumsdiskussion Daniela Stoffel (Staatssekretärin für internationale Finanzfragen​), Nationalrat Gerhard Pfister und Severin Schwan (Verwaltungsratspräsident F. Hoffmann-La Roche AG​) die Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen auf den Standort Schweiz und die Schweizer Unternehmen. Im Zentrum standen Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit und zu den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dabei wurde deutlich, dass geopolitische Entwicklungen wirtschaftliche Fragestellungen zunehmend prägen und die Schweiz gefordert ist, ihre Stärken gezielt zu nutzen. 

Podiumsdiskussion: Urs Gredig, Daniela Stoffel, Nationalrat Gerhard Pfister, Severin Schwan (v.l.n.r.)

Es wird klar, der wirtschaftliche Erfolg der Schweiz ist nicht selbstverständlich. Vielmehr muss sich das Land aktiv im internationalen Standortwettbewerb behaupten. Stillstand ist in diesem Umfeld keine Option. Zentral dabei ist eine Rückbesinnung auf die traditionellen Stärken der Schweiz und ihrer Wirtschaft. Gleichzeitig bedarf es einer klaren wirtschaftspolitischen Vision und deren konsequenter Umsetzung. Die Schweiz muss sich mit Nachdruck als führender Standort für international tätige, innovative Unternehmen mit hoher Wertschöpfung positionieren. Von zentraler Bedeutung sind dabei Headquarter-Funktionen, Forschung und Entwicklung sowie hochwertige Produktionsaktivitäten. Für die Schweiz resultieren daraus attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze sowie substanzielle Steuereinnahmen – ein Grundpfeiler für den langfristigen Wohlstand des Landes. 

Bedeutung des Dialogs für die Zukunft des Standorts 

Zum Abschluss der Veranstaltung unterstrich der Direktor von SwissHoldings, Gabriel Rumo, die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung: «Gerade in einem zunehmend von Machtpolitik geprägten Umfeld braucht es abgestimmte und lösungsorientierte Ansätze, um den neuen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Entscheidend ist, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz gemeinsam und mit klarem Fokus weiterentwickeln.» 

Die Generalversammlung hat gezeigt: In einem sich wandelnden globalen Umfeld ist die Schweiz gefordert, ihre bewährten Stärken gezielt einzusetzen und neue Chancen zu nutzen. Dazu gehört insbesondere, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen vorausschauend weiterzuentwickeln, zusätzliche Belastungen für Unternehmen zu vermeiden und die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.  

Für Auskünfte:
Julia Besnier | Leiterin Kommunikation und Public Affairs
julia.besnier@swissholdings.ch | +41 31 356 68 60 

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