In einem zunehmend unsicheren internationalen Umfeld gewinnt die Frage an Bedeutung, wie verlässliche und innovationsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen gestaltet werden können. Die erste Ausgabe der SwissHoldings Legal Talks am 26. März 2026 in Bern widmete sich dem Thema «Standortfaktor Recht: gezielte Reformen für eine wettbewerbsfähige Schweiz». Rechtssicherheit ist dabei eine zentrale Voraussetzung für Investitionen, Innovation und langfristige Standortentscheidungen.
Mit den Legal Talks hat SwissHoldings eine neue Veranstaltungsreihe lanciert, die zentrale rechtliche und regulatorische Standortfragen frühzeitig aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und Impulse für praxistaugliche, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen setzt. Den Auftakt bildete eine Keynote von Prof. Dr. Reto Föllmi (Universität St. Gallen), der die Bedeutung stabiler institutioneller Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Offenheit und langfristige Investitionen hervorhob. Im Anschluss folgten zwei thematische Podiumsdiskussionen. Während sich ein Panel mit Bürokratieabbau und der Rolle der Digitalisierung beschäftigte, stand im anderen Panel die Frage im Mittelpunkt, welche konkreten Hebel zur Stärkung der Rechtssicherheit am Standort Schweiz beitragen können.
Keynote Speech von Prof. Dr. Reto Föllmi
Rechtssicherheit als Grundlage für Investitionen
Im Austausch wurde deutlich, dass Rechtssicherheit für international tätige Unternehmen vor allem Planbarkeit und Stabilität regulatorischer Rahmenbedingungen bedeutet – zentrale Voraussetzungen für Investitionen und Innovation. Prof. Dr. Andreas Bohrer, Präsident von SwissHoldings und Mitglied der Konzernleitung der Lonza Group macht klar, was es dafür braucht: “Entscheidend sind klare, verlässliche und praxistaugliche Regeln, die Unternehmen langfristige Planbarkeit geben.” Neue Regeln sollten nur dort geschaffen werden, wo tatsächlich ein Bedarf besteht. Entscheidend ist dabei nicht die regulatorische Intention, sondern vor allem die tatsächliche Wirkung der Regulierung in der Praxis.
Auf dem Panel (v.l.n.r.): Nationalrätin Patricia von Falkenstein, Dr. Ronald Indergand, Prof. Dr. Andreas Bohrer, Prof. Dr. Peter Hettich, Felix Küng
Selbstregulierung und Zusammenarbeit
Selbstregulierung kann eine wichtige Rolle spielen, um praxistaugliche, flexible Lösungen zu entwickeln und staatliche Detailsteuerung zu vermeiden. Unternehmen verfügen über das notwendige Fachwissen und die praktische Erfahrung, um wirksame Regeln zu gestalten und gleichzeitig die für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit erforderlichen Freiräume zu sichern.
Ein zentrales Fazit der Legal Talks ist, dass gute Regulierung nur im engen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft entstehen kann. SwissHoldings will genau diesen Dialog fördern und einen Beitrag dazu leisten, den Wirtschaftsstandort Schweiz durch verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen weiter zu stärken.
Kontakt
Felix Küng | Leiter Recht | +41 (0)31 356 68 64