Editorials, Fiscalité

Dr. Gabriel Rumo

Direktor
SwissHoldings

SwissHoldings hat bei unseren Mitgliedsfirmen eine Untersuchung zu den Folgen der AHV- und Steuervorlage durchgeführt. Dabei wurden auch die von den Kantonen geplanten oder bereits beschlossenen Umsetzungspakete berücksichtigt. Der Gegnerschaft der Vorlage wird weiteren Wind aus den Segeln genommen. Die Ergebnisse der Befragung belegen klar, dass die grüne Kritik von neuen «Steuerschlupflöchern» gänzlich unfundiert ist. Denn trotz neuen steuerlichen Instrumenten werden unsere Mitglieder stärker zur Kasse gebeten.

SwissHoldings umfasst u.a. die grossen Schweizer Industrieunternehmen, wie Nestlé, Novartis, Roche, Schindler oder LafargeHolcim. Auch mittelgrosse Konzerne wie Sulzer, Bühler, Geberit, Sika, Lonza, OC Oerlikon, Givaudan, Sonova, Clariant oder Forbo gehören zu unseren Mitgliedern. Neben den klassischen Industrieunternehmen sind auch Dienstleistungskonzerne wie die Swisscom bei SwissHoldings angeschlossen. Ebenfalls Mitglieder sind ausländische Konzerne mit wichtigen Funktionen und bedeutendem Personalbestand in der Schweiz wie Johnson & Johnson, Procter & Gamble oder Takeda Pharma. Alle diese Unternehmen (und weitere mehr) haben bei der Untersuchung mitgewirkt.

Umfrageergebnisse widersprechen «Steuerschlupfloch-Kritik» klar

Die Befragung von 26 wichtigen Unternehmen und bedeutenden Steuerzahlern hat folgendes Bild ergeben:

  • Etwa ein Viertel der Konzerne zahlt künftig substantiell höhere Steuern als heute (>15%);
  • Etwa die Hälfte der Konzerne zahlt künftig mehr Steuern als heute (+5 bis +15% mehr);
  • Etwa ein Viertel der Konzerne zahlt künftig etwa gleich viel Steuern (+/- 5%);
  • Ein Unternehmen wird weniger bezahlen (<95%).

Die Unternehmen sind bereit, für eine intakte Rechts- und Investitionssicherheit höhere Steuersätze in Kauf zu nehmen. Wird die AHV-Steuervorlage am 19. Mai an der Urne angenommen, bezahlen ganze drei Viertel der Konzerne mehr Steuern als heute, währenddem nur bei einem der befragten Mitglieder die Steuerrechnung weniger hoch ausfallen wird.

Tamedia veröffentlichte diese Ergebnisse vergangenen Donnerstag u.a. im  Tages-Anzeiger.

Mitglieder planen bei einem JA, Aktivitäten in die Schweiz zu verlagern

Die höhere Steuerrechnung für die Konzerne entsteht aus zwei Gründen: Erstens erhöht sich der Steuersatz beim Wegfall der heutigen Regimes. Zweitens planen verschiedene Unternehmen bei einem Ja, weitere Aktivitäten in die Schweiz zu verlagern, woraus höhere Steuereinnahmen resultieren.

Allgemein gilt heute die Regel, dass je mehr Arbeitsplätze und Aktivitäten ein Unternehmen in der Schweiz hat, desto weniger kann es von den heutigen Regimes steuerlich profitieren. Dies ändert sich mit der AHV-Steuervorlage. Je mehr wichtige Funktionen in der Schweiz sind (insbesondere zentrale Forschungstätigkeiten, hochqualifizierte Produktion und zentrale Managementfunktionen), desto geringer fällt die steuerliche Mehrbelastung aus.

 Grosser Handlungsbedarf für einen attraktiven Standort

Für unsere Unternehmen und die Schweiz als Wirtschaftsstandort ist die aktuelle Abstimmungsvorlage von ausserordentlicher Bedeutung. Die Vorlage schafft für international tätige Unternehmen Rechts- und Investitionssicherheit und verhindert eine Diskriminierung im Ausland. Inlandorientierte KMU und Gewerbe profitieren in Zukunft von gleich langen Spiessen. Die Ausführungsverordnungen zu den neuen Instrumenten zeigen, dass deren Anwendung an klar definierte Voraussetzungen geknüpft ist und nur von einem engen Adressatenkreis in Anspruch genommen werden kann.

 Die Wirtschaft steht geschlossen hinter der AHV-Steuervorlage

Alle Wirtschaftsverbände stehen deshalb geschlossen hinter der AHV-Steuervorlage und engagieren sich teils mit eigenständigen Kampagnen im Abstimmungskampf. Schliesslich ist die Volksabstimmung die Voraussetzung, um als Schweiz im internationalen Standortwettbewerb mitzuhalten. Die AHV-Steuervorlage ist aus Sicht der Wirtschaft ein ausgewogenes Gesamtpaket, das unser Land in zwei wichtigen Bereichen einen Schritt vorwärts bringt. Stimmen Sie darum am 19. Mai mit JA!

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